Feststellung von Sarah Kofman (1934-1994)

Zwischen der figurativen Ordnung des Bildes und der diskursiven Ordnung der Sprache gibt es einen Spielraum, der durch nichts aufzufüllen ist.

Anmerkung: Phylakterien nennt man Bänder mit aufgerollten Enden oder Zettelchen, welche Legenden trugen, die die alten Maler ihren Figuren beigaben, um eine Bedeutung auszudrücken, die sie im Bild nicht darstellen konnten.

Das geistige Leben, zu dem auch die Kunst gehört und dem sie eine der mächtigsten Agentien ist, ist eine komplizierte aber bestimmte und ins Einfache übersetzbare Bewegung vor- und aufwärts. Diese Bewegung ist die der Erkenntnis. [...] Wenn die Religion, Wissenschaft und Moral gerüttelt werden, und wenn die äußeren Stützen zu fallen drohen, wendet der Mensch seinen Blick von der Äußerlichkeit ab und sich selbst zu. Die Literatur, Musik und Kunst sind die ersten empfindlichsten Gebiete, wo sich diese geistige Wendung bemerkbar macht in realer Form. [...]

Aussagen von Wassily Kandinsky über das Geistige in der Kunst (1912)

Kafka – das sind Träume einer im Sterben liegenden Menschheit. Ein Aufbäumen absterbenden Bewusstseins. Ein Griff danach, was schon nicht mehr ist und nicht mehr sein wird. Hoffnung wird zu Tod, daraus ersehnte Freiheit.

Andrej Mogutschi

Ich weiß, dass sie Mystiker sind. Das hat mich jedoch nicht abgeschreckt ... Der Kontakt zur Wirklichkeit wird sie heilen.

(Dostojewski)

Load More

aaa